oh ton ensemble_Foto Max Wolfs 2015_zu

“Instrumentale Performance”

Ein Wortspiel steht als Titel über dem Programm, das Werke für Saxophon, E-Gitarre, Klavier und Schlagzeug vorstellt. Performance steht allgemein für eine Aufführung oder das Auftreten, ist aber auch eine eigene Disziplin der Künste: Hier kommen theatralische, klangliche und installative Momente zusammen. Es wird performt, vollkommen ohne Ton und Klang, und einige klangliche Passagen führen zu einer Performance, die die Art des Instrumentalspiels unweigerlich mit sich bringt. Im Programm gibt es neue Musik aus den USA, die erstaunlich anders klingt, als die amerikanische Musik – Minimal Music, John Cage etc., die wir von dort im Bereich der Kunstmusik der Gegenwart gewohnt sind. Der holländische Komponist Louis Andriessen kümmert sich in seinem Stück um das Gedächtnis der Rosen (Memory of Roses) ähnlich lautlos, wie sich Robin Hoffmann um das Ohr kümmert. Der Titel „Eher was für Madonna & Janet & Björk als für Nicolaus & Helmut & Hans“ bringt die Namen von Größen der Popularmusik mit den Vornamen von Huber, Lachenmann und Zender, bekannteste Vertreter der Komposition neuer Musik in Verbindung und unternimmt den Versuch einer Abgrenzung von der akademischen neuen Musik. Das Quartett „American Tokyo Daydream IV“ von Sam Pluta wird zweimal im Konzert gespielt, eine spannende Erfahrung für das Publikum, da doch beim ersten und einmaligen Hören vieles Details sich nicht erschließen. Bei diesem Konzert im Saal der Universitätsbibliothek haben Studierende übrigens freien Eintritt.

oh ton-ensemble spielt ein Programm in der Besetzung: Steffen Ahrens – Gitarre, Mark Lorenz Kysela – Saxophon, Norbert Krämer – Schlagzeug, Sophie Patey – Klavier und Mireia Vendrell – Klavier und Toy-Piano

Werke u.a. von Steffen Schleiermacher, Ann Clear und Sam Pluta

oh ton-Projekt im Rahmen von „klangpol – Netzwerk Neue Musik Nordwest“ in Zusammenarbeit mit dem Oldenburgischen Staatstheater und in Kooperation mit BIS (Bibliotheks- und Informationssystem, Uni Oldenburg. Gefördert durch die Stiftung Niedersachsen und NDR-Musikförderung in Niedersachsen.

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